Karate Goju Ryu

Leitung der Sportgruppe

       
Leiter Jens Uwe Weber Mobil: 0174 195 4983 karate(at)postsv-heide.de



Goju Ryu

Yuishinkan Goju-Ryu Karate-Do

Karate ist eine Kampfkunst, deren Ursprünge bis etwa 500 n. Chr. zurückreichen und die von chinesischen Mönchen, die keine Waffen tragen durften, als gymnastische Übungen zur Körperertüchtigung und Selbstverteidigung entwickelt wurde. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung.
Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wieder.

Übersetzt bedeutet "Karate-Do" soviel wie "der Weg der leeren Hand". Im wörtlichen Sinn heißt das, dass der Karateka (= Karatekämpfer) waffenlos ist. Das "leer" (Kara) ist aber auch ein ethischer Anspruch: Der Karateka soll sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um immer angemessen reagieren zu können. Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch deutlich: Das entscheidende Ziel ist nicht Sieg oder Niederlage sondern vielmehr die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und Konzentration. Die Achtung des Gegners und Partners steht dabei an oberster Stelle.

Goju-Ryu

Karate ist eine umfassende Kampfkunst, die aus dem okinawanischen System der Selbstverteidigung entstanden ist. Goju-Ryu ist eine der vier großen Karate-Stilrichtungen weltweit.
Charakteristisch für Goju-Ryu sind die fließenden Bewegungen und die nahkampfbezogenen Techniken als fester Bestandteil des Trainings.

Go bedeutet "hart", Ju "weich" und Ryu "Stil / Schule". Goju-Ryu vereint also harte und weiche Elemente. Das liegt daran, dass Miyagy Chojun, der diesen Stil geprägt hat, zunächst die harte Schule des Okinawa-Te besuchte und dann in China das weiche Chuan Fa erlernte. Das Goju-Ryu ist also eine Vereinigung einer harten „japanischen“ und einer weichen chinesischen Lehre.

Besondere Merkmale des Goju-Ryu sind die runden, fließenden Bewegungen und die starken Atemtechniken. Korrekte Atmung ist wichtig, um die Techniken wirkungsvoll werden zu lassen. Dieses wird besonders sichtbar in den Katas Sanchin und Tensho.

Goju-Ryu Karate ist weder einfach ein Sport, noch ist es nur ein weiteres Kampfkunstsystem der Selbstverteidigung. Goju-Ryu besteht aus einer Fülle von Kombination harter (Go) und weicher (Ju) Elemente, mit denen eine maximale Wirkung bei beschränkter Anstrengung erreicht wird, in dem die Kraft des Gegners zum eigenen Vorteil genutzt wird.
Goju-Ryu Karate kombiniert Tritte, Schläge, Würfe und verschiedene Festhalte- und Hebeltechniken zu einer ästhetischen und dynamischen Kunstform welche Geschwindigkeit und Fluss betont.

Betont sportliche Elemente wie eingesprungene Kopftritte o.ä. werden nicht verlangt, sodass dieser Stil in allen Altersstufen ausgeübt werden kann und erlernbar bleibt.

Unsere Gruppe im Postsportverein ist gedacht sowohl für interessierte Anfänger als auch für Kampfsporterfahrene ab einem Alter von ca. 14 Jahren. Nach oben gibt es keine Altersbeschränkung.
Mit entsprechender Trainingskonstanz kann man, über die einzelnen Farbgurtstufen hinweg, den Schwarzgurt (Meistergrad) erlangen. Die Prüfungen sind im offiziellen Deutschen Karateverband, in dem wir Mitglied sind, bundesweit anerkannt.
Wer mehr über die Entwicklung und die Hintergründe des Karate erfahren möchte, hat auf den vielen regional und bundesweit angebotenen Lehrgängen Gelegenheit dazu. Auch die Teilnahme an Wettkämpfen auf Landes- oder Bundesebene steht Interessierten offen. Alle zwei Jahre besteht darüber hinaus die Möglichkeit, an einer Studienfahrt nach Japan teilzunehmen, um von hochrangigen Trainern im Herkunftsland des Karate unterrichtet zu werden.

Die Trainer der Post SV Karategruppe lernen ihrerseits u.a. bei einem der höchsten Meister des Yuishinkan Goju-Ryu Karate-Do Fritz Nöpel (9. DAN, Hanshi).

Yuishinkan (jap. Haus des Geistes)

Ist der Name eines Dojo in Osaka, Japan und in Deutschland der Name einer Unterströmung des Karate Stils Goju-Ryu. Das Dojo wurde 1953 von dem Goju-Ryu Meister Kisaki Tomoharu gegründet. Der Name wird gerne als Halle des tapferen (aufrichtigen) Herzens interpretiert. Fritz Nöpel begann 1958 das Training im Yuishinkan-Dojo und verbreitete später nach seiner Rückkehr nach Deutschland die Stilrichtung des Goju-Ryu Yuishinkan.

Inhalte des Trainings

Ein wesentliches Element des Trainings ist die Schaffung einer gesunden körperlichen Fitness. Diese lässt sich in der Gruppe nun mal freudiger und motivierter trainieren als individuell. So schaffen wir die Grundlage für die Ausübung einer Kampfkunst, in dem Karatetechniken zunächst erläutert und dann übend erlernt werden.

Das Karatetraining besteht zunächst aus den 3 klassischen Säulen:

1. Kihon/Kihon Ido: Grundtechniken im Stand / Grundtechniken in der Bewegung
Erlernen der unterschiedlichen Stände und Bewegungsformen

2. Kata: Die Kata ist die eigentliche Basis des Karatetrainings.
Die Kata ist ein stilisierter Kampf gegen imaginäre Gegner, der Ablauf einer Kata ist genau festgelegt.
Im traditionellen Karate waren Kata der zentrale Teil der Ausbildung. Nachdem eine Kata ausgiebig geübt
worden war, wurden aus ihr Kampftechniken durch Bunkai abgeleitet.
Bunkai ist die Anwendung der Kata im Kampf.

Die Kata ist jedoch noch vielmehr, in der Kata haben die alten Meister ihr Wissen weitergegeben.
Im Goju-Ryu gibt es 12 Kata: Gekisai Dai Ichi, Gekisai Dai Ni, Saifa, Seenchin, Tensho, Sanseru, Sanchin, Shisochin, Seipai, Suparimpai, Seisan und Kururunfa.

3. Kumite: Partnerformen (Kumite, Kumite-Ura, Nage-Waza)

Vor dem eigentlichen Training werden Übungen zum Erwärmen, zum Dehnen und zur Kräftigung durchgeführt.

Weitere Informationen und Kontakt:

Jens-Uwe Weber – 0174 195 4983 – Goju-Ryu-Heide@OutLook.de

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Notiz: Nachstehende Texte und Bilder (Blogs) sind von der Sparte in Eigenregie erstellt.

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