Qi Gong

Foto Breitenmoser

Qi Gong ist das älteste Übungssystem für Atmung und Gesundheit. Erste Aufzeichnungen stammen aus dem 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung.

Mit der Zeit haben sich viele Stiele und Arten des Qi Gong entwickelt, alle haben ihre eigenen Zielsetzungen.

Eine dieser Varianten ist das Lohan – Qi Gong. Es wird auch als das schwierigste Qi Gong bezeichnet neben den eigenen Zielsetzungen verfolgen alle Arten und Stile die gleiche Basis.

Die Vielzahl der Gedanken auf einen Einzigen zu reduzieren.

Maßgeblich ist das bewegen nach die individuellen Grenzen des eigenen Körpers. Das eigene Körpergefühl soll stimmen und der Atem fließen.

Es entsteht eine Mischung aus Entspannungs- Stretching- und Balanceübungen.

So wirkt man der Gelenksteifigkeit entgegen, fördert die Muskelkraft, die Koordination und das Gleichgewicht.

Qi Gong - eine Säule östlicher Bewegungskünste

Qi Gong ist ein ganzheitliches Übungssystem, mit dem man Stress abbauen, Krankheiten vorbeugen und Fitness und Entspannung fördern kann.

In seinem Ursprungsland China wird Qi Gong zur Gesunderhaltung und zur Förderung eines langen Lebens ausgeübt. Erst im 20. Jahrhundert wurde es der breiten Masse zugänglich gemacht und findet seither immer mehr Verbreitung in der gesamten Welt.

Inzwischen gibt es viele verschiedene Qi Gong-Stile. Die Zahl der einzelnen Übungen schätzt man auf etwa 10.000! Unser Qi Gong heißt Lohan - Qi Gong

Auch die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Oben sind schon einige genannt, dazu wären noch der meditative und der heilkundliche Aspekt zu beachten.

Qi Gong hat eine Jahrtausende alte Tradition. Im Zuge der Modernisierung Chinas, der Forschung und Evaluation im Bereich Prävention, sowie den Bemühungen um eine Synthese zwischen moderner Sportmedizin und dem traditionellem Erfahrungswissen, unterliegt auch dieses System einem stetem Wandel. Heute wird in China selbst zunehmend unterschieden zwischen Medizinischem-Qi Gong, welches eng mit der TCM verknüpft ist, dem Kampfkunst-Qi Gong der Shaolin und dem Gesundheits-Qi Gong des Breitensports

Geschichtlich gibt es eine enge Verbindung zwischen Tai Chi und Qi Gong durch die Yin- und Yang-Symbolik, beide haben ihre Wurzeln im Daoismus, wobei Historiker vermuten, dass die Ursprünge des Qi Gong sogar bis in prähistorische Zeiten zurückreichen. Die wichtigsten Prinzipien dazu wurden von den Daoisten formuliert. Die vor etwa 2500 Jahren entstandenen Lehren bildeten eine der bedeutendsten philosophischen Schulen Chinas. Auf der Suche nach einem Lebenselixier entwickelten sie Übungen, die anregend auf die Organe wirken sollten.

Qi Gong bedeutet so viel wie „Arbeit mit dem Qi“ wobei mit Qi unsere Lebensenergie, Vitalität und unser Atem gemeint ist. Ganz profan betrachtet könnte man sagen Atemgymnastik. Tatsächlich ist es aber einiges mehr! Was passiert, wenn durch Bewegung unsere Atmung sich vertieft? Der Sauerstoffgehalt im Blut steigt, der Stoffwechsel wird verbessert, die Zellen erhalten eine größere Versorgung, dadurch können unsere Organe - eigentlich unser ganzer Organismus - besser funktionieren. Die Infekt-Abwehr wird gestärkt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert. Qi Gong kann hierbei durch individuell angepasste Übungsauswahl relativ gezielt eingesetzt werden und findet daher immer mehr in Bereichen der Medizin als unterstützende Begleittherapie Einzug.

Und zu guter Letzt, was dem Körper gut tut, ist auch für die Seele gut. Man fühlt sich besser, findet zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit und strahlt das auch aus.

Bequeme Kleidung, Socken oder flache Tuchschuhe, Getränke für vor-/nachher Tee/Wasser

Wie wird Qi Gong ausgeübt ?

Bei den Übungen bleibt man zum großen Teil auf einer Stelle stehen. Kleine Schritte in Bewegung oder als Gewichtsverlagerung werden, wenn überhaupt, nach vorne oder zur Seite ausgeführt.

Der Körper wird so bewegt, dass die Extremitäten, Arme und Beine, ohne direkten Impuls bewegt werden müssen. Man lernt sehr schnell den Atem zu regulieren und mit den Bewegungen in Einklang zu bringen.

Nach dem Erlernen des Ablaufs der Übungen, in der man in der Motorik und der Bewegung beschäftigt ist, werden die Übungen mehr und mehr verinnerlicht und der Nutzen für die Gesundheit steigt.

Bequeme Kleidung, Socken oder flache Tuchschuhe, evtl. Tee/Wasser